Geschichte

Die ersten 40 Jahre des FC Glattfelden

Chronik von 1936 bis 1976

Die Geburt unseres Vereins geht auf den 19. Dezember 1936 zurück. Im Rest. zur Eintracht in Glattfelden trafen sich gut 20 Männer um die ersten Grundzüge eines Fussballclubs festzulegen. Es zeigte sich bald, dass über diverse Punkte noch Uneinigkeit bestand. So wurden viele Vorschläge der Versammlung unterbreitet, jedoch noch fast keine Beschlüsse gefasst. Hier einige Beispiele daraus:

- Monatsbeiträge für Aktiv-Mitglieder Fr. -.50. 
- Als Tenues kommen GC-Leibchen in Frage. Die dazu zu tragenden schwarzen Socken hat jeder Spieler selber zu beschaffen. 

Die Möglichkeit dem Fussballverband beizutreten unm an Meisterschaften teilnehmen zu können wurde erst durch die Zurverfügungstellung des Sportplatzes durch die Familie Syz der Spinnerei & Weberei ermöglicht. Durch einen Vertrag über 15 Jahre war die Basis geschaffen für den Start in der 5. Liga. 

Natürlich mussten auch die Aufgaben und Pf1ichten innerhalb des Vereins abgesteckt werden. Das gelang erst durch das Erstellen von ersten Statuten, welche im Laufe der Zeit angepasst und ergänzt wurden. Auch dazu einige tei1weise amüsante Auszüge: 
- Die Spielkommission besteht aus einem Spieler der 1. Mannschaft, zwei Spielern der Juniorenmannschaft sowie dem Spiko-Präsidenten. 
- Alle Versammlungen des FCG haben im Clublokal stattzufinden. 
- Die Mannschaftsaufstellungen werden bis spätestens Freitagabend 20.30 Uhr im Anschlagkasten beim Clublokal angegeben. 
- Für Spieler, die auf den Sonntag aufgeboten sind zum Spiel, herrscht ab Freitag 20.30 Uhr Rauchverbot. 
- Vorstandsmitglieder dürfen in keiner Aktivmannschaft mehr mitspielen.

Nach den Wirren des 2. Weltkrieges, welcher den Spielbetrieb während 2 1/2Jahren lahm legte, startete eine Mannschaft in die Meisterschaft der 4. Liga. Das Jahr 1945 war wieder ein wichtiger Markstein in unserer Clubentwicklung. Erstmals konnten zwei Mannschaften den Meisterschaftsbetrieb aufnehmen. Die erste Mannschaft wurde ohne Niederlage Regionalmeister und stieg in die 3. Liga auf. lm zum Sport gehörenden Auf und Ab gingen die ersten Jahre unseres Vereins vorüber. 
Mit dem Erstellen der Tribüne in unserem herrlichen Naturstadion wurde dem Zuschauer ab dem Jahre 1946 ein doch vorher nicht gekannter Zusatzservice geboten. 

Die Entwicklung im Verein blieb praktisch nie stehen. lm Jahre 1948 wurde gesellschaftlich etwas dazu beigetragen. Erstmals wurde ein Fasnachtsball durchgeführt. Drei Jahre später folgte das zu grosser Tradition herangewachsene Grümpelturnier. Ebenfalls in diese Zeit fällt das auf Initiative des FCG erstmals veranstaltete Unterländer Turnier. lm Jahre l951 schlossen sich die älteren Herren unseres Vereins zusammen und gründeten die erste Seniorenmannschaft. Diese Bewegung hielt jedoch nur knapp drei Jahre zusammen. Max Keller-Maurer fasste dieses Scheitern in folgenden Worten zusammen: "Hier haben wir versagt. Es ist dies mit aller Offenheit zuzugeben. Wir waren zu wenig grosszügig im Denken einander gegenüber und wohl auch ein wenig spielmüde. Wollen wir es ein anderes Mal besser machen:" Dies dauerte jedoch weitere 25 Jahre. 

Obwohl fünfmal der Gruppenmeister erreicht wurde, dauerte es bis zur Spielsaison l972/73 bis der Langersehnte, erstmalige Aufstieg in die 
2. Liga realisiert werden konnte. Obwohl dieses erste Gastspiel wie später auch das Zweite nur eine Saison dauerte, waren und sind diese Spiele und Momente unvergesslich für jeden Beteiligten wie auch für alle interessierten Aussenstehenden. 

Einen bösen Dämpfer erfuhr unser Verein durch die schweren Überschwemmungen in der Nacht auf den 22. September 1968, welche den Fussballplatz bis zu 2 Meter unter Wasser setzte und für mehrere Monate jegliches Heimspiel verunmöglichte.

Trotz all diesen aufregenden Jahren hat sich unser Club im Laufe dieser 40 Jahren gefestigt und ist zu einem bekannten Fussballpunkt im Zürcher Unterland geworden. Dies nicht zuletzt dank den 14 Präsidenten, welche die Geschicke des FC Glattfelden in diesen Jahren gelenkt haben und unseren Verein zu einem festen Bestandteil im Dorfe werden liessen. 

Zusammengetragen von Peter Hugentobler, 1986

Schularbeit über die Geschichte des FCG von Thomas Naef

FCG Geschichte Thomas Naef (PDF Dokument)